„There’s a light that never goes out” – außer wir sprechen von der Sonne in der Zeit vom Herbst bis zum Frühjahr…

Wenn die Tage auf einmal gefühlt kürzer werden, schlägt sich das bei einigen von uns auch auf die Stimmung nieder. Statt sportlichen 16 Sonnenstunden im Sommer, lässt sich der einzige Stern in unserem Sonnensystem nur noch knappe acht Stunden in den Wintermonaten blicken – wenn dicke und graue Wolken das überhaupt zu lassen. Wo wir zur Mitte des Jahres noch jeden Sonnenstrahl eingesogen haben und nur so vor Energie gesprüht haben, fühlen sich ein paar von uns jetzt antriebslos, niedergeschlagen, haben ein hohes Schlafbedürfnis und entwickeln ein starkes Craving nach allem, was nur im Entferntesten mit Süßigkeiten sowie Kohlehydraten zu tun hat. Uns hat die Winterdepression erwischt. Wir sagen dir, was dahintersteckt und was du für dich dagegen tun kannst.

Winterblues vs. Winterdepression

Wenn du diese Symptome in den dunkleren Monaten des Jahres schon mal bei dir selbst wahrgenommen hast oder du eigentlich lieber Winterschlaf halten möchtest, als dich durch den grauen Stadtverkehr (im Dunkeln) zur Arbeit und wieder zurück (schon wieder im Dunkeln) zu quälen, dann bist du nicht allein.

Knapp jede/r neunte Deutsche leidet in der Zeit von Herbst bis in den Frühling an einer saisonal abhängigen Depression (SAD), besser bekannt als Winterdepression. In Europa sind es immerhin nur ein bis drei Prozent, wobei es Frauen grundsätzlich häufiger erwischt als Männer. Und wer hätte das gedacht: Je nördlicher wir uns in den dunklen Monaten befinden, umso häufiger ist das Auftreten einer Winterdepression.

Zu den oben bereits genannten Symptomen können auch noch Unausgeglichenheit, gedrückte Stimmung, Vernachlässigung sozialer Kontakte und der eigenen Person sowie allgemeine Lustlosigkeit gezählt werden.

Wenn du dich antriebslos und missgelaunt von Regenschirm zu Vordach, in die Bahn und zur Arbeit schleppst, hat dich aber vielleicht auch erstmal „nur“ der Winterblues erwischt.

Was tun gegen Winterdepression?

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Erstmal ein Schocker: Grundsätzlich zählen Depressionen zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen, an der knapp 17 Prozent aller erwachsenen Deutschen zwischen 18 und 65 Jahren in ihrem Leben leiden. Winterdepressionen sind mit ihren Symptomen zwar mit einer Depression vergleichbar, belasten dich aber meist nur über einen begrenzten Zeitraum des Jahres. Eben genau dann, wenn unserem Körper das Sonnenlicht fehlt. Wenn es dunkel ist, werden wir müde. Das ist ganz normal und sollte ja auch so sein. Die Lichtintensität nimmt ab den Herbstmonaten schlichtweg ab, was dazu führt, dass auch tagsüber Melatonin ausgeschüttet wird – das Schlafhormon.

Was aber tun, wenn das Licht nun mal schwächer wird? Die naheliegende Antwort ist: jede Sekunde Tageslicht auszunutzen. Hier haben jetzt in den dunklen Monaten auch mal diejenigen von uns Glück, die nicht unbedingt den frühsten Wurm fangen wollen. Am besten verbringst du einfach so viel Zeit, wie möglich draußen. Egal ob es regnet, stürmt oder schneit. Selbst durch die dicksten Wolken bekommen wir noch etwas Sonnenenergie mit. Sport ist eine weitere Möglichkeit, um das körpereigene Schutzschild gegen eine Winterdepression aufzubauen. Aber wer hat denn schon ernsthaft Lust, sich in der Mittagspause durch verregnete Straßen und ultramatschige Trails zu kämpfen? Klar, ab und zu macht das mal Bock. Aber so unter uns: Das Ganze auch im Winter durchzuhalten, ist schon ein richtiger Kampf.

Ein bisschen einfacher ist es da schon, sich auch mal gemütlich mit einer Gewichtsdecke auf die Couch zu kuscheln und sich zu entspannen. Vielleicht legst du dich aber auch gleich direkt mit deiner Therapiedecke ins Bett und schläfst dich mal so richtig aus. Klar, niemand möchte schon um 16 Uhr ins Bett fallen, wenn sich die letzten Sonnenstrahlen gerade so vom Acker machen. Aber das wohlige Gefühl einer Umarmung unter einer Gewichtsdecke, kann und wird dich den Stress und die Hektik sicher für ein paar Stunden vergessen lassen.

 
Gewichtsdecke Noé in burgunder - Frau im Bett am entspannen.
 

Everything’s gonna be alright

Und wenn du dann vielleicht sogar etwas erholter aufwachst, machst du dir einfach deinen Lieblingssong an und tanzt durch die Bude. Am Besten singst du noch laut mit, so dass du vielleicht deine Nachbar*innen mit deiner neuen Energie ansteckst.

Hier können wir besonders Bob Marley – „Three little birds“ oder, wenn du es ein bisschen tanzbarer magst, auch die britischen FOALS mit „Wake me up“ empfehlen.

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